ProSi Preprocessing
Das
ProSi-Kernmodul wird mit einer ASCII-Datei gesteuert. Das graphische
Programm "ProSi Pre" unterstützt den Nutzer bei der Erstellung dieser
ASCII-Datei. Es führt den Nutzer durch alle Arbeitsschritte, die
notwendig sind, um das probabilistische Modell zu definieren. Dazu muss
der Anwender auf vier Karteireitern jeweils Einträge vornehmen oder
auswählen. In der ersten Karteikarte (Abbildung ProSi_2.)

Abbildung ProSi_2. "General Simulation Setting"-Karteikarte "ProSi Pre"
werden
neben den Verzeichnissen, die ProSi benötigt, die Art der Simulation
ausgewählt und die Simulationsparameter definiert. In der zweiten
Karteikarte, die in Abbildung ProSi_3. dargestellt ist, wird das
probabilistische Modell definiert.

Abbildung ProSi_3. "Definitions of the Probabilistic Model"-Karteikarte "ProSi Pre"
Dazu
müssen alle Dateien, die die deterministische Rechnung benötigt,
definiert bzw. ausgewählt werden. Diese werden dann im oberen Fenster
der Karteikarte "Definitions of the Probabilistic Model" aufgelistet.
Im unteren Fenster werden alle probabilistischen Variablen mit ihren
Verteilungsparametern dargestellt, die der Nutzer definiert hat.
Weiterhin kann der Anwender in diesem Fenster die Korrelationen der
Eingangsgrößen definieren. Dabei werden die Korrelationen in eine
Korrelationsmatrix (siehe Abbildung ProSi_4.) eingetragen.

Abbildung ProSi_4. Korrelationsmatrix
Aufgrund
der Tatsache, dass es gewisse Randbedingungen bei der Definition der
Korrelationen gibt, werden bei der Definition der Korrelationsmatrix
zwei Methoden angeboten, um sicherzustellen, dass ProSi die
Korrelationen wirklich bei der Erzeugung der Realisierungen umsetzen
kann. Standardmäßig ist die "Full Correlation Matrix Calculation"
aktiviert. Bei dieser Methode werden vom Nutzer zuerst alle gewünschten
Korrelationen eingegeben und ProSi überprüft abschließend, ob alle
Randbedingungen eingehalten wurden. Sollte dies nicht der Fall sein,
werden die eingegebenen Korrelationswerte so angepasst, dass sie den
eingebenen Korrelationen möglichst gut entsprechen. Bei der Methode
"Single Value Calculations" muss der Anwender bei der Ausfüllung der
Korrelationsmatrix mit dem für ihn wichtigsten Korrelationswert
beginnen. Bevor der Anwender den nächsten Korrelationswert einträgt,
muss er mit einem Klick der rechten Maustastein das gewünschte Feld der
Korrelationsmatrix abfragen, in welchem Bereich der Korrelationswert
liegen darf.

Abbildung ProSi_5. "Dependent Variable"-Karteikarte "ProSi Pre"
In
Karteikarte "Dependent Variable" werden die abhängigen Variablen
definiert. Abhängige Variablen sind Variablen, die ProSi in
Abhängigkeit von den probabilistischen Variablen ermittelt. Ein
Beispiel für solche Variablen sind die jeweiligen Zahlenwerte des
temperaturabhängigen E-Moduls. So wurde der E-Modul als
probabilistische Variable in der Karteikarte "Definitions of the
Probabilistic Mode"' mit dem Mittelwert von eins und der jeweiligen
Streuung definiert. In den Abaqus-Inputdateien stehen viele Werte für
den E-Modul in Abhängigkeit von der jeweiligen Temperatur. Bei der
Definition der abhängigen Variablen wird mit einem Doppelklick ein Wert
markiert und mit einem rechten Mausklick das Fenster "Definitions of a
Dependent Variable" (siehe Abbildung ProSi_6.) geöffnet.

Abbildung ProSi_6. "Definitions of a Dependent Variable"-Fenster
Innerhalb
dieses Fensters wird die abhängige Variable definiert. Neben ihrem
Namen und ihrer Position in der Datei wird hier die Formel definiert,
mit der ProSi diese Variable berechnet.
Müssen
viele abhängige Variablen definiert werden, die in der Eingabedatei in
einem Block aufgelistet werden, ist es möglich, diese Variablen in
einem Schritt zu definieren. Dies erfolgt mit dem Fenster
"Block-Selection Definition" (Abbildung ProSi_7.) auf gleiche Weise wie
bei der Definition der einzelnen abhängigen Variablen.

Abbildung ProSi_7. "Block-Selection Definition"-Fenster
In
der letzten Karteikarte (AbbildungProSi_8.) werden die Ergebnisgrößen
der probabilistischen Simulation definiert. Diese Ergebnisse liest
ProSi nach den deterministischen Simulationen aus und stellt sie der
statistischen Auswertung (z.B.: "ProSi Post") zur Verfügung.

Abbildung ProSi_8. "Result Values"-Karteikarte "ProSi Pre" |